Modellflug

Zuerst flogen die Modelle. Danach der Mensch

Wolf Hirth, einer der großen deutschen Segelflugpioniere, sagte es so: Modellflug ist kein Broterwerb, aber für den technisch eingestellten Menschen unserer Tage schön und so beglückend wie Musik für den Gefühlsmenschen früherer Zeiten”.

Schon als Kind faszinierte mich alles was flog. Angefangen hat alles mit Baukästen und dem überlieferten Know-How von Modellbauhändlern. Einer von ihnen war Lother Wehmann und Inhaber eines Modellbau-Fachgeschäftes in Versmold. Er war sozusagen mein Mentor, ich habe von ihm sehr viel Fachwissen bekommen. Er flog in den 70. und 80. Jahren die “Rochenstaffel Versmold”. Diese Kunstflugstaffel war weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Mein Erstes Flugmodell. Der kleine UHU von Graupner. 

Der kleine UHU war seit 1956, als er zum ersten Mal flügge wurde, das Einstiegsmodell schlechthin. Preiswert, einfach und schnell zu erstellen, vermittelten sein Bau und Betrieb den angehenden Modellpiloten Grundwissen in Materialtechnik und Flugphysik. Im letzten Jahrhundert waren die UHU-Wettbewerbe legendär. Einige zehntausende Jugendliche nahmen jedes Jahr an den bundesweiten Wettkämpfen teil. Heutzutage stehen der Jugend andere Wege offen, Fertigmodelle aus Schaumstoff sind oft die erste Wahl.

Der kleine UHU von Graupner war für Generationen von Modellfliegern das Modell, mit dem sie ihre ersten Bau- und Flugerfahrungen gemacht haben. Das “UHU” im Namen bezieht sich tatsächlich auf die Klebstoffmarke, mit der Graupner mit dem kleinen UHU eine Kooperation begann. Darauf folgten natürlich die klassischen Flugmodelle wie TOPSY, Amateur, TAXI und Amigo I von Graupner. Alle waren jetzt mit einem Verbrennungsmotor in den Lüften. Der Aktionsradius wurde jetzt immer größer. Eine Fernsteuerung wäre jetzt natürlich gut gewesen. Aber als Schüler waren leider meine finanziellen Mittel sehr begrenzt.

Fazit. Die ewigen Fuchsjagten mit dem Fahrrad  sollten noch andauern um die vom Kurs abgekommen Flugmodelle wieder einzufangen.

Für eine gute Mehrkanal Fernsteuerung musste man noch Anfang der 70. Jahre ungefähr 2000 DM auf den Tisch legen. Zu dieser Zeit waren es über zwei Monatsgehälter eines Ingenieurs.

Endlich war es dann soweit und ich konnte mir eine gebrauchte RC Mehrkananlage vom Typ Alpha 2007 der Firma SIMPROP kaufen. Diese Anlage kostete Mitte der Siebziger Jahre mit Empfänger und 4 Servos um die 1000 DM. Das war immer noch viel Geld. Die Firma Simprop electronic Walter Claas GmbH & Co. KG in Harsewinkel/Deutschland gehörte zu den “großen Vier”, die den RC-Modellbau in Deutschland populär gemacht und bis in die Neunziger Jahre mit ihren Komplettprogrammen geprägt haben. Gegründet wurde die Firma Simprop von Walter Claas, einem Familienmitglied des bekannten Herstellers von Landmaschinen, speziell Mähdrescher, der ein begeisterter Modellflieger war. Die Intention war die Herstellung und Vertrieb von hochwertigen, störsicheren Fernsteuer-Systemen. Kurzum. Die erste deutsche Digital Anlage kam fast auch der Nachbarschaft, dem nur  zwanzig Km entfernten Harsewinkel.

Angekommen.  Kunstflug-taugliche Modelle in Eigenkonstruktionen für die Wettbewerbsfliegerei standen jetzt auf dem Plan.  Anfang der 80 Jahren habe ich an Entwicklungen von Rettungsfallschirmen für Flugmodelle gearbeitet. Diese Systeme gab es noch nicht zu kaufen. Kurzum. Der Anfang einer sehr spannenden Zeit, die natürlich auch von vielen Erfahrungen geprägt wurde. Auf einige hätte hätte ich liebend gerne verzichtet. Sie waren immer Teuer. Heute gibt es für den Kunstflugeinstieg spezielle Trainermodelle wie z. B. den Acromaster  als READY TO FLY  Modell zu kaufen.

SIMONE ZUNTERER. Kunstflug Helikopter
AIR BERLIN. Kunstflug mit AIRBUS

BEWEGENDE ANSPRACHE. Air Berlin Crew

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