Wussten Sie schon

Unter einer „Drohne“ versteht man ein unbemanntes Fluggerät. Das Luftrecht unterscheidet zwischen unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen. Gemäß § 1 Luftverkehrsgesetz handelt es sich bei unbemannten Luftfahrtsystemen um ausschließlich gewerblich genutzte Geräte. Flugmodelle sind hingegen privat, also zum Zwecke des Sports oder der Freizeitgestaltung genutzte Geräte.

Unbemannte und ferngesteuerte Flugkörper werden für verschiedene Zwecke bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert eingesetzt. Während anfänglich experimentelle Ziele verfolgt wurden kam es später auch zur Übernahme militärischer Aufgaben.

Der Name Drohne ist das Problem.

Mittlerweile ist bekannt dass die Benennung der Quadro- und Multicopter als Drohne ein Geburtsfehler der Herstellerbranche war. Ein Grund für das negative Image ist auch die Verwendung durch das Militär für umstrittene gezielte Tötungen von Terrorverdächtigen durch die Vereinigten Staaten, vor allem bei geheim gehaltenen Einsätzen in Pakistan und das Ausspionieren und Sammeln von persönlichen Daten.

Umgangssprachlich wird der Begriff oft irreführend eingesetzt. Die richtige Bezeichnung lautet Quadrokopter, Hexakopter.  In der Zusammenfassung sind es alle Multikopter.  Es bezeichnet immer ein unbemanntes Luftfahrtsystem. Dieses wird ohne eine an Bord befindliche Besatzung autark durch einen Computer, oder über eine Fernsteuerung betrieben und navigiert.

Eine Drohne ist eine männliche Honigbiene, oder eine Hummel.

Das Wort wird seit dem 17. Jahrhundert so verwendet. Es wurde vom Niederdeutschen drane, drone übernommen, das – lautmalend – etymologisch mit dem Verb dröhnen verwandt ist. Alle diese staatenbildenden Arten aus der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) haben drei unterschiedliche Wesen (Morphen): Königin, Arbeiterin und Drohn. Die männlichen Drohnen begatten junge Königinnen (Jungweiseln). Ihre Körperform ist (je nach Art) meist größer und gedrungener als die einer Arbeiterin, die Facettenaugen sind meist größer und leistungsfähiger. Zudem hat der Drohn keinen Stachel. Er ist absolut friedlich!

Multikopter-Drohnen. Unterwegs für die gute Sache.

Ihr schlechtes Image haben die Drohnen ausnahmslos  den Militärs zu verdanken. Drohnen sind nicht mehr ausschließlich im militärischen Einsatz, sondern fliegen mittlerweile zivile Anwendungen.

Auch im sozialen Bereich geht der Trend zur Drohne, sei es, um Hilfseinsätze zu koordinieren oder Menschen in Krisengebieten zu versorgen. So gibt es inzwischen viele engagierte Menschen, die Drohnen für die gute Sache einsetzen.

Eine Drohne ist ein unbemanntes Flugobjekt. Im Vergleich zu ferngesteuerten Hobby-Flugzeugen  ist sie in der Lage, autonom zu fliegen und intelligent zu agieren. Sie kann also Hindernissen automatisch ausweichen. Das Ausmaß ihrer Eigenständigkeit hängt allerdings von den einprogrammierten Algorithmen ab. Prinzipiell gilt: je autonomer die Drohne, desto komplizierter ihr Algorithmus. Das bedeutet desto teurer ist ihre Anschaffung.

Die gewerblichen Einsatzgebiete nehmen immer weiter zu, Drohnen werden zum Beispiel vermehrt in der kommerziellen Fotografie, Landwirtschaft und im Rettungswesen eingesetzt. Dieser Boom hat die EU auf den Plan gerufen: Der neuen Aero-Technologie soll rechtmäßiger Luftraum verschafft – und gleichzeitig soll die Sicherheit des internationalen Luftverkehrs und der Öffentlichkeit gewährleistet sein. Die EU hat deswegen einen neuen rechtlichen Rahmen vorgeschlagen, dessen erste Eckpunkte die Europäische Agentur für Flugsicherheit (European Aviation Safety Agency, EASA) bereits Ende 2015 ausgearbeitet und vorgestellt hat.

Wie so oft hinken auch bei den Drohnen die rechtlichen Rahmenbedingungen dem technologischen Fortschritt hinterher.  Die EU ist momentan dabei, entsprechende Richtlinien zu entwickeln. Für den Einsatz von Drohnen hat die UN bereits ein Regelwerk aufgestellt. Sie fordert von den entsprechenden Akteuren, dass die Einsatzzwecke ethischer und legitimer Natur sind und weder die öffentliche Sicherheit noch Privatsphäre Einzelner gefährden. Vor allem im humanitären und Umwelt-Bereich entwickeln sich neue Ideen für den Einsatz von Drohnen rasend schnell. Dieser Trend ist positiv, muss jedoch von entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen begleitet werden.

Vor allem im humanitären und Umwelt-Bereich entwickeln sich neue Ideen für den Einsatz von Drohnen rasend schnell. Dieser Trend ist positiv, muss jedoch von entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen begleitet werden.

Der Himmel der Zukunft wird den Drohnen gehören, da sind sich alle Technik-Visonäre einig. Ein Blick auf das, was heute schon möglich ist.

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Die Deutsche Telekom | Deutsche Flugsicherung. Integration  von Drohnen im Luftraum.

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